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Galerie 1999: Bilder • Begegnungen und Ereignisse

Bilder

ARENA-Bau 1
ARENA-Bau 2
Düsseldorf-Treffen
Buchreihe-Start
Vorwort 1
Vorwort 2
Vorwort 3
Einleitung 1
Einleitung 2
Einleitung 3
Einleitung 4
Einleitung 5
Mitautoren 1
Inhalt 1
Inhalt 2
Mitautoren 2
Inhalt 3
Inhalt 4
Presse 1
Presse 2
Presse 3
Presse 4
Presse 5
Bonn-Treffen 1
Bonn-Treffen 2
Presse
Deutsche Welle 1
Deutsche Welle 2
Deutsche Welle 3

Begegnungen und Ereignisse

  • Zeichnung eines Bausteins für die geplante ARENA AUF SCHALKE in Gelsenkirchen.

  • Teilnahme an einer außerordentlichen AdA-Vorstandsklausur in Düsseldorf mit den Sammlerkollegen Jochen Wabnitz, Horst-Wilhelm Brieden, Bernd Platte, Dr. Heinz-Ulrich Kammeier, Romanus Krick, Heinrich Zaag und Horst Richter.

  • Start der nach wie vor einzigen Autogramm-Buchreihe in Deutschland mit Dr. Heinz-Ulrich Kammeier als Co-Herausgeber: Unter dem Reihentitel „Autographen und Autogramme. Eine faszinierende Leidenschaft“ erscheint Band 1 in Münster, Mitautoren u.a. die Sammlerkollegen Markus Brandes, Günter Groß, Ralf Hahn, Romanus Krick, Dr. Helmut Luther (+), Dr. Jochen Matheus (+), Peter Michielsen (+), Peter Müller, Ralph R. Rogner, Matthias Thon, Jochen Wabnitz.

  • Bonn: Erstmals Organisation eines der jährlichen AdA-Treffen, Teilnehmer u.a. der britische Sammler und Händler Roy Deeley sowie Heinz Schindler (Redaktion Deutsche Welle). Bei der Präsentation von Band 1 der Autogramm-Buchreihe erleben die Herausgeber verkehrte Rollen: Die beiden Sammler müssen zu ihrer Verblüffung erstmals selbst Wünsche nach Signaturen und Widmungen erfüllen. Aufgrund des Honorar-verzichts einiger Mitautoren freut sich der AdA-Schatzmeister Horst-Wilhelm Brieden über eine 1000-DM-Spende.

  • Erweiterung der Sammlung um eine neue, relativ außergewöhnliche aber hochinteressante Spezialkollektion "Kriminalautographen und Skan-dalstücke von A-Z: Opfer - Ermittler - Täter" (einige Beispiele sind in der Jahresgalerie 2012 abgebildet):

Ausgelöst durch studien- bzw. berufsbedingte Begegnungen mit Akteuren aus der realen Welt des Verbrechens entstand in den letzten Jahren eine Spezialsammlung von Hand-/Unterschriften, die von mehr oder weniger bekannten Kriminalitätsopfern, Straftätern, Ermittlern etc. stammen. Am Rande hier auch noch interessant: prominente Kriminalschriftsteller und berühmte Filmkommissare. Ein mitunter recht schwieriges Sam-melgebiet, weil nicht jeder Akteur schreibbereit ist (dies gilt insbesondere für die Opferseite), aber auch, weil man als Sammler bei so manchem Namen (z.B. Massenmörder oder Opfer mit fürchterlichen Erlebnissen) doch eher zurückschreckt und darauf lieber verzichtet (dies gilt vor allem, aber eben nicht nur, für die Täterseite). So haben zahlreiche Stücke denn auch nur durch reinen Zufall den Weg in die Sammlung gefunden. In diesem Zusammenhang seien noch kurz zwei Aspekte angesprochen, nämlich die "moralische" Dimension und die Frage, welche Akteure sich grundsätzlich in diesem Sammelgebiet anbieten.

Zur "Moral": Selbstverständlich kann und darf man ebenso wie sympathische oder positive Figuren (populäre Politiker, Stars aus Film, Musik, Sport etc.) auch politisch umstrittene, kriminelle oder ganz eindeutig verabscheuungswürdige Gestalten wie z.B. Diktatoren, NS-Politiker oder Terrorbomber sammeln – wohlgemerkt, man darf und kann, muß aber nicht. Man würde diesem vielschichtigen Hobby keineswegs gerecht werden, wenn man es nur mit Kategorien wie Fan-Faszination, Sympathie oder gar Moral zu fassen versuchen würde.

Weil diese falsche bzw. doch sehr verengte Sichtweise immer wieder bei jüngeren Sammlerkollegen und zuweilen auch bei Journalisten anzu-treffen ist, hier nur zwei Beispiele: Wer Deutschlands Staatschefs und Kanzler sammelt, kommt weder an Kaisern, Hitler oder Honecker, noch an Brandt oder Kohl vorbei (und wählt selbst womöglich FDP oder die Grünen). Und wer z.B. die Geschichte des internationalen Terrorismus auch anhand von Schriftzügen dokumentiert, muß sich nicht nur auf Opfer beschränken, sondern darf auch Täter wie den brutalen Mehrfach-mörder Carlos oder Ex-RAF-Mitglieder einbeziehen (und ist selbst vielleicht als Pfarrer, Pädagoge oder Staatsanwalt tätig).

Bei der Frage, "wen" man im Sektor der Kriminalautographen alles sammeln kann, sind einem eigentlich keine Grenzen gesetzt. Grundsätzlich bieten sich drei Kategorien an: Zum einen natürlich Verbrechensopfer jeglicher Art. Zum zweiten Ermittler und sonstige Akteure wie z.B. berühm-te Kriminalisten, Kriminologen, Richter, Staatsanwälte und Strafverteidiger, "Mafia-Jäger", "Nazi-Jäger", TV-Fahnder, Generalbundesanwälte, Präsidenten von Sicherheitsbehörden (BKA, BND, Verfassungsschutz), GSG-9-Kommandeure, Justiz- und Innenminister etc. Drittens schließ-lich die Täter: Mörder, Attentäter, Räuber, Betrüger, Entführer, Erpresser, Fälscher, Spione, Terroristen, Diktatoren, Kriegsverbrecher, NS-Krimi-nelle, Mafia-Chefs, prominente Straftäter aus Film, Politik, Sport usw.

Bei dieser Kategorisierung ist allerdings zu beachten, dass je nach Politik- und Rechtssystem die Grenzen zwischen (tatsächlicher bzw. emp-fundener) Täterschaft und Opferschaft zuweilen fließend sein können. Hierzu abschließend zwei Beispiele aus der Welt der deutschen Nach-richtendienste (beide Spione sind in der Sammlung vertreten):

Als "Agent 146" fuhr Erich Gimpel 1944 vollbepackt mit Waffen und Geld mit U-Boot 1230 von Kiel an die US-Küste. Sein Auftrag: Ausspionie-rung, besser noch Sabotage des US-Atombombenprojekts. Noch im gleichen Jahr wurde er in New York von einem mitgereisten Helfer verraten und zum Tode verurteilt (jedoch nicht vollstreckt). Als er nach 11jähriger Haft nach Deutschland ausgewiesen wurde, feierte man ihn als "Meister-spion des Krieges" in den Medien und auch auf der Kinoleinwand.

Günter Guillaume, ein DDR-Spion in der SPD, brachte es sogar bis zum persönlichen Referenten von Bundeskanzler Willy Brandt und verur-sachte 1974 dessen Rücktritt. Nach seiner Haftstrafe und Rückkehr in die DDR 1981 wurde er als Friedenskundschafter und Vorzeige-Held der Stasi, als Erfolgsautor und Ehrendoktor gefeiert.

  • Veröffentlichte Artikel im AdA-Fachmagazin "Autographensammler" 1999:

Serie: Deutsche Fußball-Autographen

8: Nationalspieler Georg Knöpfle (1/1999)
9: Nationalspieler Hans Fleischmann (3/1999)
10: Nationalspieler Fritz Walter (4/1999)

Einzel-Artikel zu weiteren Themen und Sammelgebieten

Neues aus der AdA: Chefredakteur gesucht / AdA-Treffen 1999 in Bonn / Buch "Autographen und Autogramme" (2/1999)
Raumfahrtsammler Tasillo Römisch: Wie man sein Hobby zum Beruf macht (3/1999)
Prof. Helmut Lück - Sammler von Kunst- und Psychologieautographen (4/1999)
Bundesminister der Bundesrepublik Deutschland 1949-1999, in: Deufel / Krevert / Kammeier / Platte (Hrsg.): 50 Jahre Bundesrepublik Deutschland, S. 19-25 (AdA-Sonderdruck 1999)
Rex Gildo (1936-1999). Zum tragischen Tod eines deutschen Showstars (4/1999)